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Morbus Basedow

Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Durch stimulierende Auto-Antikörper (TRAK) kommt es zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Außerdem führen diese Antikörper oft auch zum Wachstum der Schilddrüse. Die Folge kann eine vergrößerte Schilddrüse (Struma oder Kropf) sein. Der Mb. Basedow ist im Vergleich zum Hashimoto etwas seltener und betrifft 2 % bis 3 % aller Frauen und 0,2 % bis 0,3 % aller Männer.

Welche Beschwerden verursacht der Morbus Basedow ?

Die Symptome entstehen meist durch die Überfunktion und manchmal durch die vergrößerte Schilddrüse. Hier kann es zu Schluckbeschwerden oder einem Druckgefühl im Bereich des Halses kommen.

Endokrine Orbitopathie

Eine weitere Komplikation kann eine Augenbeteiligung in Form einer endokrinen Orbitopathie sein. Hier kommt es zu einer Entzündung von Bindegewebe, Fettgewebe und Augenmuskeln und diese Gewebe schwellen an. Gerötete und geschwollene Augen, Juckreiz, eine Fremdkörpergefühl, ein Hervortreten der Augäpfel bis hin zu Sehstörungen und im schlimmsten Fall eine Erblindung können die Folge sein. Rauchen verschlechtert die Prognose beim Morbus Basedow und erhöht das Risiko für eine endokrine Orbitopathie. In leichten Fällen kann die endokrine Orbitopathie mit Selen behandelt werden, in schweren Fällen kommt Kortison zum Einsatz.

Wie kann ein Morbus Basedow diagnostiziert werden?

Der klinische Verdacht ergibt sich aus den Symptomen der Überfunktion und gelegentlich durch die vergrößerte Schilddrüse oder Augenbeschwerden. In diesem Fall folgt eine Blutabnahme und es können eine Überfunktion und erhöhte TRAK festgestellt werden. In der Ultraschalluntersuchung kann eine vergrößerte Schilddrüse, eine vermehrte Durchblutung und ein inhomogenes Echomuster gesehen werden.

Muss ein Morbus Basedow behandelt werden?

Wenn eine Überfunktion vorhanden ist, dann muss jedenfalls eine Behandlung erfolgen. Unbehandelt ist die Schilddrüsenüberfunktion potentiell lebensbedrohlich (link zur Überfunktion). Auch die endokrine Orbitopathie als Komplikation des Morbus Basedow muss behandelt werden.

Wie wird der Morbus Basedow behandelt?

Zu Beginn wird die Überfunktion immer medikamentös behandelt (meist mit Thiamazol, seltener mit Prothiucil). Diese Behandlung kann 1 bis 2 Jahre dauern. In vielen Fällen kommt es dann zu einer Remission, das heißt die Schilddrüsenfunktion normalisiert sich und die Therapie kann abgesetzt werden. In manchen Fällen, wenn die Überfunktion medikamentös nicht ausreichend behandelt werden kann oder wenn es zu einem Rezidiv kommt, ist eine definitive Therapie erforderlich. Das heißt, es ist eine Radiojodtherapie oder Operation erforderlich. Wenn die Schilddrüse sehr stark vergrößert ist oder eine endokrine Orbitopathie vorhanden ist, muss die Schilddrüse operativ entfernt werden.

Welche Rolle spielt die Ernährung und Jod?

Laut neuesten Erkenntnissen ist ein kompletter Jodverzicht nicht mehr erforderlich. Sie können also jodiertes Speisesalz verwenden, wenn Sie einen Morbus Basedow haben. Wenn eine größere Jodzufuhr, z.B. durch eine Kontrastmittelgabe, erforderlich ist, dann können Sie zur Vorbereitung Irenat-Tropfen einnehmen.

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